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Artikel: Advent: eine stille Zeit, die den Alltag entschleunigt

Advento tradicijos ir sardinės

Advent: eine stille Zeit, die den Alltag entschleunigt

Advent in Deutschland: eine ruhige Zeit des Wartens

In Deutschland hat der Advent einen klaren Anfang. Am ersten Adventssonntag wird die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Für viele Familien ist das das eigentliche Startsignal für die Weihnachtszeit.

Es gibt vier Adventssonntage bis Weihnachten und vier Kerzen. Woche für Woche wird es in den Wohnzimmern und auf den Straßen ein Stück heller.

Das Wort Advent bedeutet „Ankunft“. Für manche ist das vor allem ein religiöser Gedanke. Andere spüren eher eine allgemeine Vorfreude: auf Feiern, Besuche bei Familie und Freundinnen und Freunden und auf einen etwas ruhigeren Rhythmus am Jahresende.

Im Alltag sieht der Advent in Deutschland oft so aus:

  • Sonntagnachmittage am Tisch mit dem Adventskranz: eine Kerze, Tee oder Kaffee und Plätzchen
  • ab dem 1. Dezember ein kurzer täglicher Moment mit dem Adventskalender
  • Abende auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Essen und handgemachten Produkten 

Die religiöse Seite ist weiterhin da: Gottesdienste, Adventslieder, die Geschichte von der Geburt Christi. Gleichzeitig ist der Advent eine sehr menschliche Zeit. Du arbeitest viel, bist oft müde und versuchst trotzdem, dir vor Weihnachten ein paar warme und stille Momente zu schaffen. Traditionell war der Advent auch mit Fasten verbunden. In der katholischen Tradition bedeuteten die Tage vor dem Heiligabend oft weniger Fleisch und mehr Fisch. Das ist einer der Gründe, warum Fischgerichte rund um den Heiligabend bis heute verbreitet sind.

Advent in Deutschland: Bräuche, Essen, Fisch – und Sardinen

Adventskranz, Adventskalender und Nikolaustag

Mit dem Advent in Deutschland sind einige feste Elemente eng verbunden.

Adventskranz

Der Adventskranz ist ein grüner Kranz mit vier Kerzen. Am ersten Advent brennt eine Kerze, am zweiten zwei und so weiter. Die Tradition stammt aus Deutschland und ist heute ein vertrautes Bild in vielen Wohnzimmern.

Adventskalender

Der Adventskalender hat 24 kleine Türchen, vom 1. Dezember bis zum Heiligabend. Dahinter verbergen sich kleine Überraschungen: Schokolade, Tee, Kaffeeproben, Spielzeug oder andere Kleinigkeiten. So wird das Warten auf Weihnachten zu einem täglichen Ritual.

Nikolaustag (6. Dezember)

Am Abend vor dem Nikolaustag stellst du deine Schuhe oder einen Nikolausstiefel an die Tür. Am Morgen sind sie mit Süßigkeiten, Nüssen, Mandarinen oder kleinen Geschenken gefüllt. Ein weiteres kleines Highlight mitten im Advent.

Rund um diese Bräuche passiert viel: Es werden Plätzchen gebacken, Konzerte vorbereitet, Spendenaktionen organisiert, der Weihnachtsbaum geplant und besondere Adventsgottesdienste besucht.

Heiligabend: schlichtes Essen und die Rolle des Fisches

Der Heiligabend (24. Dezember) ist in Deutschland meist der wichtigste Familienabend mit Bescherung. Interessant ist, dass das Essen an diesem Abend oft eher schlicht ist. Die aufwendigeren, schweren Gerichte folgen häufig erst am 25. und 26. Dezember.

Sehr verbreitet sind zum Beispiel:

  • Würstchen mit Kartoffelsalat
  • Fischgerichte, vor allem in Familien, die ältere Fastenbräuche stärker pflegen, etwa Karpfen oder andere traditionelle Fischrezepte

Die Geschichte des Fisches ist hier eindeutig. Der Heiligabend war früher ein Fastentag. Fleisch sollte gemieden werden, Fisch galt als passendes, festliches Essen. Aus der damaligen Regel wurde im Laufe der Zeit eine Gewohnheit, die in vielen Regionen bis heute weiterlebt, wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen.

Sardinen als Teil eines modernen Advents

Klassische deutsche Weihnachtsrezepte arbeiten eher mit Karpfen, Hering oder Lachs. Sardinen sind kein historisches Weihnachtssymbol. Im heutigen Adventsalltag passen sie trotzdem erstaunlich gut ins Bild.

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • die deutsche Esskultur hat viele mediterrane und südeuropäische Einflüsse aufgenommen: Antipasti, Tapas, eingelegter Fisch auf Brot oder auf Snackplatten
  • im Advent sind Abendbrot oder Brotzeit als Abendessen sehr typisch: gutes Brot, Käse, Gemüse und ein bis zwei Dosen Fisch
  • wenn du dir vornimmst, im Advent etwas weniger Fleisch und etwas mehr Fisch zu essen, ist eine Dose Sardinen eine schnelle und realistische Option

Sardinen lassen sich sehr einfach „deutsch“ einsetzen:

  • eine Scheibe Bauernbrot mit Butter oder Öl, Gewürzgurke, Zwiebel und Sardinen
  • lauwarmer Kartoffelsalat mit Gurken und Kräutern, dazu Sardinen
  • eine Snackplatte mit verschiedenen Käsesorten, Oliven, eingelegtem Gemüse und zwei oder drei Sorten Sardinen

So ersetzt du keine alten Traditionen, sondern denkst den Grundgedanken weiter: Fisch statt Fleisch. Nur in einer Form, die besser zu einem vollen Terminkalender und wenig Zeit in der Küche passt. 

Adventsküche heute: leichter, aber nicht ärmer

Der moderne Advent in Deutschland ist oft eine Mischung aus zwei Polen. Auf der einen Seite steht der Zeitdruck im Job und viele Aufgaben zum Jahresende. Auf der anderen Seite der Wunsch nach gemütlichen Abenden und warmem Essen, aber nicht nach schweren Menüs an jedem Tag.

In dieser Situation hat Fisch klare Vorteile:

  • er ist leichter als viele Fleischgerichte
  • er hält die Verbindung zur älteren Idee von Zurückhaltung und Fasten im Advent
  • er passt zu den Bedürfnissen im Winter: Eiweiß, gesunde Fette, Vitamin D und wichtige Mineralstoffe

Sardinen sind dabei ein kleines, aber wirkungsvolles Element:

  • eine Dose braucht kaum Platz im Vorratsschrank, reicht aber für eine komplette Mahlzeit
  • in rund zehn Minuten lässt sich ein vollwertiges Abendbrot mit Brot, Gemüse und Sardinen zubereiten
  • Sardinen funktionieren sowohl an einem normalen Wochentag als auch auf einer Advents-Snackplatte mit Gästen 

Was der Advent in Deutschland für dich bedeuten kann

Auf dem Papier wirkt der Advent sehr klar strukturiert: vier Sonntage, ein Kranz, ein Kalender, Weihnachtsmärkte, Nikolaustag, Heiligabend.
Im echten Leben sieht es oft anders aus: Jahresendstress, lange To-do-Listen und zu wenig Energie.

Der Advent muss kein perfekter Nachbau deiner Kindheitserinnerungen sein. Er kann auch eine Zeit für ein paar einfache, bewusste Entscheidungen sein.

Zum Beispiel:

  • du zündest die Kerze auf dem Adventskranz am Sonntag wirklich an und setzt dich für einen Moment bewusst an den Tisch
  • du entscheidest dich an manchen Abenden für ein schlichtes Brotzeit- oder Abendbrot-Essen mit Brot, Gemüse, Fisch und vielleicht Sardinen statt für ein schweres Fleischgericht
  • du erlaubst dir mehrere Abende ohne Einkaufsstress, Veranstaltungen und Lärm und nutzt sie zum Ausruhen oder für Gespräche mit Menschen, die dir wichtig sind 

Sardinen stehen dabei nicht im Mittelpunkt der Jahreszeit. Aber sie können ein praktisches Detail im Advent sein: weniger Fleisch, weniger Aufwand in der Küche und eine höhere Chance, dass am Ende des Tages noch Kraft für das Wesentliche bleibt.

 

Oft sind es genau diese kleinen Entscheidungen, die den Advent prägen. Sie entscheiden, ob er nur eine weitere hektische Phase vor Weihnachten ist oder eine Zeit, die deinen Alltag wirklich ein wenig entschleunigt und dir hilft, die Feiertage wacher und präsenter zu erleben.

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